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Die Agora

athen-agora-statuen Statuen am Rande der Agora
Die Agora von Athen ist eines der anschaulichsten Beispiele griechischer Baukunst. Übersetzt bedeutet Agora nichts anderes als "Marktplatz" und doch ist die Agora nichts weniger als ein Handelsort für Güter. Hier versammelte sich seinerzeit die "Polis", die Regierung der Stadt und der Umgebung. Zudem wurde eine Agora immer auch als Gerichtsplatz und als Versammlungsort der Bürger Athens genutzt. Agoren findet man im Mittelmeerraum in jeder ehemals großen Stadt. In Athen gibt es neben der Agora von Athen zusätzlich die römische Agora. Auch das heutige Dionysostheater wurde ursprünglich als Agora konzipiert. Erst im Laufe der Jahrhunderte wurde es ab 330 v. Chr. zum Theater umgebaut. Dieses Beispiel zeigt, dass die Agora immer schon für die Menschen im antiken Griechenland errichtet wurde. Die Agora hatte eine vielseitige Nutzung und war nicht nur der Aristokratie vorbehalten

Die Agora von Athen ist zum einen aufgrund der gut erhaltenen Bauwerke, Straßen und Säulen ein besonders beeindruckender Ort. Zum anderen ist das Areal, das die Agora einnimmt, einmalig. Die Agora von Athen weist eine Fläche von 120m² auf, auf der viele berühmte Bauwerke errichtet wurden. Unter anderem stehen hier die berühmten Gebäude Hephaisteion oder auch der Ares Tempel. Darüber hinaus stehen auf dieser Fläche unzählige Sakralbauten, Säulenhallen, Ruinen von Verwaltungsgebäuden und Kulturgebäude. Nichts lässt heute mehr darauf schließen, dass die Agora in ihren Anfängen in der Jungsteinzeit als Begräbnisplatz genutzt wurde. Die Bedeutung als Versammlungsort für die Bürger erhielt die Agora erst später.

Die Panathenaia-Straße durchzieht die Agora wie ein roter Faden. Dieser Weg war anfangs nur notdürftig errichtet, Einrichtungen, wie der Rinnstein zum Beispiel, folgend erst in den folgenden Jahrhunderten. Zur Blütezeit der Agora war dies nicht nur ein Verkehrsweg, sondern wurde zum Austragungsort von Wettkämpfen, Prozessionen und Paraden. Die Straße wurde so angelegt, dass Tribünen an ihrem Rand aufgestellt werden konnten.

athen-blick-auf-agora Übersicht über die Agora - Im Hintergrund die Stoa.
Im Verlauf der Panathenaia-Straße kommt man an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei. Die Straße beginnt am Pantheon und führt am ehemaligen Gebäude der Münze, dem Perityl-Hof, dem Zwölfgötter Altar oder der Basileios-Säulenhalle vorbei. Im Gegensatz zu anderen Gebäuden der griechischen Antike sind die Gebäude der Agora zum Teil noch sehr gut erhalten bzw. wurden aufwändig restauriert. Somit geben die Gebäude einen sehr guten Eindruck über das Leben im antiken Griechenland.

Dazu tragen auch die mannigfaltigen Funde bei, die man über sämtliche Epochen gemacht hat. Beginnend mit Ausgrabungen, die die erste Besiedlung in der Jungsteinzeit belegen, über Belege der Instrumente der Demokratie in Griechenland bis hin zu Alltagsgegenständen der Menschen sind hier viele Ausgrabungsstücke zusammengetragen worden. So gehören zum Beispiel eine antike Wählmaschine und das Beispiel eines so genannten "Tellergerichts" zu den bedeutenden Funden der Sammlung der Agora.