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Der Nationalgarten von Athen
Der Nationalgarten von Athen, der Ethnikos Kipos, liegt im Zentrum der griechischen Hauptstadt und wird von den Athenern als „grüne Lunge“ und Ort der Entspannung und Ruhe genutzt. Einst war der Nationalgarten ein privater Garten des griechischen Königshauses. Dieser Garten bietet alles, was man braucht, um inmitten des städtischen Trubels die Seele baumeln zu lassen. Die alten Baumbestände, unter anderem auch meterhohe Palmen, laden zum Flanieren ein und am kleinen Teich kann man Enten füttern. Der Nationalgarten von Athen ist ein idyllischer Ort mit langer Geschichte – an einem geschichtsträchtigen Platz. Er befindet sich in der Nähe des Parlamentsgebäudes und des Syntagmaplatzes. Das Gebiet um den Nationalgarten gehörte einst zum Besitz der Königsfamilie, das heutige Parlamentsgebäude war beispielsweise einst der Palast des Königs. Der deutsche Architekt Friedrich von Gärtner baute das Schloss und die umliegenden Bereiche ab 1836. Der Nationalgarten jedoch wurde nicht von ihm angelegt, da seine Wünsche nicht denen der damaligen Königin entsprachen. Einen besonders guten Eindruck für das damalige Kunstverständnis erhält man, wenn man den Mosaikboden betrachtet, der beim Eingang „Vasilissis Sofias“ erhalten geblieben ist. Der Nationalgarten wurde 1836 von Barrauld angelegt und erhielt 20 Jahre später von Friedrich Schmidt die Grundlage für sein heutiges Aussehen. Neben den vielen Bäumen, die dem Nationalgarten sein typisches Äußeres geben, findet man zahlreiche Büsten griechischer Dichter in diesem Park. Das Zusammenspiel von alten Bäumen, hohen Palmen, Sitzgelegenheiten, einem Spielplatz und idyllischen Plätzen am Teich bilden einen Eindruck fast unberührter Natur und lassen vergessen, dass man sich in einer belebten Hauptstadt befindet. Begrenzt wird die Parkanlage zum einen durch die Kaserne der Parlamentsgarde und zum anderen durch das Zappeion. Dieses Gebäude wurde erschaffen, um Evangelaos Zappas, den Begründer der Olympien, aus dem die Olympischen Spiele hervorgingen, zu ehren. Heute wird der Gebäudekomplex vornehmlich für Kongresse und Tagungen genutzt, außerdem wurde hier der Beitrittsvertrag Griechenlands zur EU unterzeichnet. Man kann sich das Zappeion ansehen, vor allem der Innenhof des Gebäudes ist sehr interessant. Doch auch die Innenräume des Zappeion lohnen einen Besuch, da vor allem viel Wert auf die Erhaltung der Einrichtung gelegt wurde. Da das Gebäude zwischen dem Olympieion und dem Nationalgarten liegt, ist dieser Ort als Fixpunkt bei einer geschichtsträchtigen Tour durch Athen unumgänglich. Die Parlamentsgarde, die Evzonen, waren einst die Leibgarde des griechischen Königs. Heute sieht man sie beispielsweise als Wache vor dem Grab des unbekannten Soldaten auf dem Syntagma-Platz. Vor allem der Wachwechsel, der hier täglich stattfindet, ist bei Touristen sehr beliebt. Der Syntagma-Platz nahe dem Nationalgarten ist ein beliebter Treffpunkt für Touristen und Athener. Von hieraus gelangt man problemlos nicht nur in den Park und zum Parlamentsgebäude, auch die Einkaufsstraße der Stadt hat hier ihren Anfang. Wer sich die Stadtteile Plaka oder Kolonaki näher ansehen möchte, hat vom Syntagma-Platz einen idealen Ausgangspunkt. Der Bereich um den Nationalgarten, der erst seit 1923 öffentlich und kostenfrei zugänglich ist, bietet einen hervorragenden Einblick in die jüngere Geschichte Griechenlands. Das Stadtgebiet um den Nationalgarten ist ein idealer Ausgangspunkt, um diesen besonderen Teil der Geschichte bei einem langen Stadtbummel zu erkunden. Wer möchte, kann dann im Nationalgarten nach dieser Besichtigungstour in einem idyllisch gelegenen Cafe im Garten entspannen.
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