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Olympieion – Tempel des olympischen Zeus in Athen

Säulen des Olympieions Säulen des Olympieions

Der Gott Zeus gilt als der „Hauptgott“ des antiken Griechenlands, entsprechend bedeutend und monumental sie die Tempel, die zu seinen Ehren errichtet wurden. Eines der imposantesten Bauwerke zu Ehren des Gottes Zeus stellt das Olympieion dar, der Tempel des olympischen Zeus in Athen. Doch das Olympieion ist nicht nur eines der größten Tempel, es handelt sich auch um den einzigen, jemals errichteten korinthischen Tempel in Griechenland.

Obwohl heute nur noch einige Säulen als Ruine von diesem großen Bauwerk übrig sind, war das Olympieion doch zu seiner Zeit eines der größten Bauwerke des antiken Athens. Mit dem Bau des Tempels wurde bereits im 6. Jh. v. Chr. begonnen. Kaiser Hadrian hat den Bau dann schlussendlich rund 400 Jahre später vollendet. Dieser war es auch, der für den Bau des Tempels des olympischen Zeus in Athen ausschließlich pentelischen Marmor verwendete, einer Gesteinsart, die typisch ist für den Raum Attika.

Fundamente am Rande des Olympieions. Fundamente am Rande des Olympieions.

Die heute vorhandenen Ruinen gehören jedoch nicht zu dem ursprünglichen Tempel. Hier wurden die Bauarbeiten oft unvollendet gelassen, Steine des Tempels wurden für andere Bauwerke, beispielsweise auf der Akropolis, abgetragen. Dies war im antiken Griechenland keine Seltenheit, doch gerade wegen der Tatsache, dass das Olympieion dem Gott Zeus gewidmet war, sehr erstaunlich. Die Ruinen, die man heute besichtigen kann, gehen jedoch nicht auf die Zerstörung anderer Bauherren zurück, sondern sind das Resultat eines Erdbebens im Mittelalter. Da nach diesem Erdbeben die Steine des Tempels erneut als Baumaterial genutzt wurden, sind von den einst 100 Säulen heute noch 15 Säulen vorhanden, die zum Teil 17m hoch sind. Besonders bemerkenswert ist, dass die typischen Verzierungen am oberen Ende der Säulen noch sehr gut erhalten und erkennbar sind.

Das Olympieion. Das Olympieion.

Um sich ein Bild zu machen, wie das Olympieion in der Antike ausgesehen hat, muss man heute zeitgenössische Grundrisse und Pläne sowie die eigene Fantasie bemühen. Dann jedoch entsteht ein detailreiches Bauwerk von imposanter Größe und großer Bedeutung. Die Säulen, die das Bauwerk umgaben kann man teilweise heute noch erkennen, insgesamt wurde der Tempel von mehr als 100 Säulen umgeben. Das Dach des Tempels wurde am Rand mit Wasserspeiern verziert. Einst standen im Innenraum des Tempels des olympischen Zeus eine Statue von Zeus und des Kaisers Hadrian, die dieser dort selbst aufstellen ließ.

1889 begannen hier die archäologischen Ausgrabungsarbeiten, die unter anderem auch die Säulen zu Tage brachten, wie sie heute noch zu sehen sind. Heute kann man diese heilige, bedeutende Stätte problemlos von der Akropolis aus besuchen, denn zwischen der Akropolis und dem Olympieion liegen nur wenige hundert Meter. Viele Touristen beschließen daher oft, beide Sehenswürdigkeiten miteinander zu verbinden. Die Metrostation Akropolis ist daher der ideale Ausgangspunkt für eine ausgiebige Erkundungstour in das antike Griechenland. Das Olympieion besteht heute aus einer Gruppe von Säulen, Ruinen einer ehemaligen Halle, sowie einer Dreiergruppe von Säulen, mit einer umgestürzten Säule in der Mitte. Vom Olympieion hat man einen herrlichen Überblick über die Stadt Athen und auf die Akropolis. Neben dem alten Tempelbereich mit den imposanten Säulen kann man etwas abseits auf dem Plateau auch eine aktuelle Ausgrabungsstätte finden. Hier wurden Mauern freigelegt, die einen hervorragenden Einblick in die Bauweise von Tempelanlagen im antiken Griechenland bieten.